Dienstag, 13. Mai 2014

1. Mai in Hamburg

1. Mai Frankfurt
Bericht zum 1. Mai 2014 in Hamburg
Indymedia
Hamburg: Bis zu 4000 auf revolutionärer Demonstration - Demo kämpft und wehrt sich.

Nachfolgend der Bericht von SoL zum revolutionären 1. Mai 2014 in Hamburg ….
Der Block wurde angeführt von einem gemeinsamen Ausdruck der Einheit der Organisationen des BGIA und Unterstützern. Dahinter liefen u.a. Unterstützer der Maoistischen Kommunistische Partei Türkei-Nordkurdisten (MKP), von ADHK, der Volksfront (Halk Cephesi), der Kommunistischen Partei der Türkei/Marxisten-Leninisten (TKP/ML), von ATIK, der Neuen Demokratischen Jugend (YDG), von AGIF und den kurdischen Vereinen. Wie in den Jahren zuvor bildete unser internationaler Block mit etwa 1.500 Teilnehmern den größten Block und etwa die Hälfte der gesamten Demonstration. Reden von Organisationen aus aller Welt von Asien bis Lateinamerika unterstrichen den internationalistischen Charakter unseres Blocks.  
Du meinst du liest gerade den Roten Morgen aus dem Jahr 73? Ja, genau so liest sich dieser Text, ist aber im Jahr 14 geschrieben.  
Blockbildung wie in alten Zeiten und natürlich ist unser Block der allergrößte.  
In der Nähe der U-Bahn St. Pauli griff die Polizei unter fadenscheinigen Gründen die Demonstration massiv an. Es waren die Bullen und nicht die Demonstranten, wie es in der Lügenkampagne von Abendblatt und BILD behauptet wurde, die die Demonstration nicht zu Ende führen wollten. Doch die Leute hielten dem Angriff stand und verteidigten die Demonstration, deren organisatorische Struktur aufrecht erhalten werden konnte.  
Soweit unser Frontberichtserstatter Agit Propaganda, der in der vordersten Reihe stand und unter schweren Wasserwerferbeschuß seinen Bericht heldenhaft in sein I Phon sprach bevor der Wasserstrahl ihn von den Beinen riss.
Daraus entwickelte sich auf dem Neuen Kamp eine Straßenschlacht mit der Polizei. Die Angriffe schlugen diejenigen zurück, die bis dahin unter konstantem Kampf die Demonstration verteidigt hatten. Die Bullen verloren diesen Kampf und zogen sich zurück, kapitulierten vor den Kämpfenden, so dass die Demonstration über den Neuen Pferdemarkt bis auf das Schulterblatt gehen konnte. Dort wurde die Demonstration ordentlich beendet.
Mitten in der Schußlinie, umgeben von schweren Kämpfen berichtet unser Mann unter Einsatz von Leib, Leben und Karma live von den schwersten revolutionären Kämpfen in Hamburg seit der Novemberrevolution.  
Wir denken es ist besonders wichtig drei relevante politische Aspekte der diesjährigen revolutionären 1. Mai-Demonstration hervorzuheben: 
Und nun folgt die revolutionäre Analyse.
1. Diese Demonstration war eine konkrete Realisierung der Einheitsfront. Nicht im unmittelbaren organisatorischen Aspekt, aber im Sinne des Geistes, im Sinne der Bewusstheit, im Sinne des Wunsches nach der Revolution. 
Na das artet bereits ins Esoterische aus.
3. Die Kampagne der Behörden des deutschen Staates, ihre bezahlten und unbezahlten Agenten und ihr gesamter Apparat von Massenmedien, den politischen Inhalt der revolutionären 1. Mai-Demonstration zu vertuschen, inklusive der Darstellung “antideutscher” Provokationen und opportunistischer Propaganda als “offiziellen” Inhalt, wurde in der Praxis durch die revolutionären Kräfte demaskiert. Niemand der Zeuge der diesjährigen revolutionären 1.Mai-Demonstration war kann einen Zweifel darüber haben wer wer ist – wer diejenigen sind, die es verstehen zu vereinen und wer die Spalter sind. Nach der Demonstration 2013 schrieben wir: “Die Ansicht, dass man in Hamburg nicht mit Hammer und Sichel für den 1. Mai werben kann, dass die Massen den Kommunismus ablehnen und nicht unter unseren Fahnen laufen wollen hat sich als falsch herausgestellt.” Diese Einschätzung hat sich erneut bestätigt.

Wenn diejenigen, die unter der Parole “Vereinigt die Vielen” die rote Fahne mit Hammer und Sichel niederwarfen, um sie durch ein schwarzes Transparent zu ersetzen, jetzt immer noch nicht die Botschaft verstanden haben, dann sind sie nicht nur blind in ihrem Klassenstandpunkt, sondern müssen viel zu viel geraucht und gezogen haben.

In Hamburg kann man in der Tat noch mit Hammer und Sichel demonstrieren, bleibt aber unter sich. Zum Glück ist die SOL nur eine isolierte Sekte und ganz so wild wie in den 70igern ist es noch nicht. Die Mehrheit der Demonstranten wollte offenbar nicht unter diesen Zeichen demonstrieren. Offenbar gab es auch noch Vertreter des schwarzen Transpis, die etwas andere Vorstellungen vom 1. Mai haben und dazu müssen sie nichts geraucht haben. Der Hinweis soll nur unterstellen, die kann man nicht ernstnehmen, die sind doch eh bekifft und nicht zurechnungsfähig. Antideutsche Provokationen und opportunistische Propaganda, so nennen wir mal alle, die nicht hinter unseren Fahnen herlaufen wollen.

Jedenfalls erinnert die SOL an den Aktionismus der KPD/AO und in ihrer Sprachpropaganda an der Roten Morgen der KPD/ML. Man meint echt, die Vergangenheit kehrt zurück.

Immerhin ist bekannt, das Autonome und Hamburger Szene von dieser Partei Abstand halten. Selbst wenn die Demo etwas ausufert. Dann können sie sich in einen revolutionären Kampf hineinphantasieren und hinterher die Fotos der Hammer/Sichelfahnen und Transpis im Wasserstrahlregen stolz vorzeigen. Macht sich bildmäßig nicht schlecht. Dafür ist bekannt, das Fotos nicht die! Wahrheit sagen. Aber darum geht es auch nicht, es geht um die Bildpropaganda, wie in der 70igern.

[...] Während Autonome zu spontaner Gewalt neigen würden, planten Antiimperialisten ihre Taten längerfristig und mit strategischem Kalkül. Dazu passt auch, dass ganz gezielt versucht wird, Jugendliche und junge Erwachsene für den “Kampf auf der Straße” anzuwerben.“ 
Dieses Zitat stammt aus Wikipedia.
Dazu können wir nur sagen: Arme Schweine … ihr seid ja so ahnungslos.
Genau, wer sich selbst Gedanken macht anstatt die Parteiverlautbarungen zu studieren ist ein armes Schwein. Nur die Partei hat Ahnung von irgendwas, der Rest hält besser die Klappe.

SoL

3. Mai 2014